Das Abendgebet

Oh, kommt zusammen
in der morgenröte
wie eh und jeh‘

der entschluss
zuletzt zu singen
soll nicht ins wanken kommen

lasst die stimme
nicht ermatten
von dem dumpfen rauschen
und konkreten tonfragmenten

bildet allen zum trotz
den gemeinsamen
ton
den gesang

den klangkörper
werdet ihr finden
in der mitte eurer selbst

und verbindet euch
zu einem ganzen
denn das ist schon
der höchste aller töne

ihr werdet nicht vergessen
die energie, die euch umgibt
dort wo ihr seid
und alle sind

vergesset nicht

die große pause der stille

denn sie ist die schönste
unter allen tönen –

aus der quelle der natur
entsprungen, lauschet
den freien unter ihnen
sie singen balsam
für die seelen

ihr werdet euch auflösen
und die natur in euch

denn die wahre entfaltung
soll nicht begrenzt sein

nicht ein instrument
noch ein algorithmus
soll den raum
schrumpfen

denn er ist unendlich

hier ist das schaffen wahr
wo die natur ohne gewand tanzt
nackt

weicht nicht ab
vom glauben
eurem ideal
wenn die sirenen weiter heulen
euch zu untertanen machen wollen
den willen euch zu beugen
euch verwirren
mit dem definierten rauschen
manipulieren

dann wisset
beim wachen geist
zweifelt nicht

alles ist vergänglich
bis auf das

was bleibt.

(C) Marta Rose, 2014

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