Der besonnene Tag

Die alte Verwirrung verschwand mit der Sommersonnenwende. Schwalben kreisen, derweil lichtet die Sonne das Tal. Von oben her füllen sich Flüsse und kommen klar den Berg hinab. Was kein Weiser versteht, bleibt verborgen im Wind. Es hüten die Geister ihr Vermögen, denn sie wissen, niemand will alles sehen oder alles sein. Wer will schon das… Weiterlesen Der besonnene Tag

Ein Stück vom Mond

Still hängt die Nacht in den Bergen, die himmlische. Ich schaue die Mondsichel an und wünsche, sie soll dem Tag nicht weichen. Vielleicht bist du es, vielleicht bin ich an der Reihe, die Sterne zu zählen. Immer wenn Holzspan fällt und der Wind dreht, dann hängen wir an der Leine wie Wäschestücke. Kopfüber trocken wir… Weiterlesen Ein Stück vom Mond

Am Ende kein Loblied

Bewilligt ist die Pause im 7. Antrag das Aufpeppen der Wartenden absurd In der Fremde werden Momente inflationär übermalt von prekären Tagen Eine Rose wird zu Unkraut am falschen Platz Im Magen dreht sich alles zu Einheitsbrei herum Über Nacht kontrastieren die Fragen Das Fenster klappert Maschinenprosa rattert der Mond hält sich die Ohren zu

Erdung

Auf dem Mond bebt still die Erde, kalt bleibt die Nacht bis zur nächsten Sonne. Am Fenster wacht froh die eine Blume und grüßt die Sterne von hier. In dem Haar, in ihrem, hängt Staub aus Gold.

Reparatur

Ich kletterte die angelehnte Holzleiter hinauf, sah lieber nicht nach unten und hangelte mich auf das offene Dachgeschoss herüber. Auf dem Dachstuhl lag überall Stroh. Die Abendsonne färbte ein Goldgelb daraus, so dass ein fast heiliges Licht entstand. Zum Glück hatte es seit Tagen nicht geregnet. Ich musste nur durch die Balken hindurchklettern und die… Weiterlesen Reparatur